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Glück und Zufriedenheit: Wo liegt der Unterschied und was ist wichtiger für meine Gesundheit?

Häufig frage ich meine Coaching-Kunden, wie glück-lich sie wären, wenn ein bestimmtes Ziel erreicht wäre. Danach frage ich, wie sich dadurch ihre Zufriedenheit verändern würde. Meine Coaching-Kunden kennen den Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen, die in unserem Sprachgebrauch häufig nicht trennscharf voneinander abgegrenzt oder gar Synonym verwendet werden.

Eine Definition

Glück: angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat; Zustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung

Zufrieden(heit): sich mit dem Gegebenen, den gegebenen Umständen, Verhältnissen in Einklang befindend und daher innerlich ausgeglichen und keine Veränderung der Umstände wünschend

Quelle: duden.de

Meine Persönliche Definition: Glück macht Spaß und tut gut, Zufriedenheit hält langfristig Gesund.

 

Warum?

Das Glück ist eine Momentaufnahme und findet immer im JETZT statt. Darüber hinaus ist Glück nicht von mir selbst beeinflussbar. Ich kann Glück haben oder eben nicht. Und: Glück ist nicht unbegrenzt verfügbar und nutzt sich sehr schnell ab: Was mich heute glücklich macht ist morgen schon wieder nebensächlich, denn ich habe es ja schon. Ein Beispiel: Für viele Paare ist die Hochzeit der glücklichste Tag ihre Lebens. Oder die Geburt ihres Kindes. Nach kurzer Zeit jedoch ist dieses Glück nicht mehr im Fokus, der Alltag kehrt ein und: vermutlich wird kein Ehepartner oder kein Elternteil dieser Erde behaupten, dass er oder sie seit der Hochzeit oder der Geburt jeden Tag das gleiche Glück, wie am ersten Tag empfindet.

 Glück Zufriedenheit Hufeisen GesundheitIm Gegensatz dazu blickt die Zufriedenheit aus einer ganz andere Perspektive: Es ist die Rückschau auf unser bisher Erlebtes, die Summe aller Glücksmomente und zeigt, wie wir mit den Herausforderungen des Lebens umgehen. Es zeigt die Bewertung von Umständen: Ein Zufriedener Mensch bewertet ungünstige Dinge nicht so negativ wie ein Unzufriedener. Und: Zufriedenheit ist beeinflussbar! Wie ich die Welt sehe entscheidet darüber, wie zufrieden ich bin. Zu dem oben genannten Beispiel: Eheleute, die gut aufeinander acht geben und ein schönes Leben gemeinsam haben, sind zufrieden. Eltern, die sich auch immer mal wieder über den Nachwuchs ärgern, sind trotzdem zufrieden.

Für mich als Personal Trainerin immer am Wichtigsten: Was geschieht dabei im Gehirn? Die moderne Gehirnforschung beschäftigt sich ebenfalls mit diesen beiden Begriffen und fand heraus: Empfindet man Glück wird im Gehirn der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet. Es kommt zu einem wahren Feuerwerk – dass allerdings schnell abbrennt.

Zufriedenheit ist etwas ganz anders. Sie entsteht, wenn die Bedürfnisse, die wir haben, auf Dauer weitgehend gestillt werden. Dazu werden die Botenstoffe Morphium und Endorphine ausgeschüttet, die langsam wirken und dadurch lange vorhalten.

Was bewirken diese Stoffe im Körper?

Dopamin, auch Glückshormon genannt, sorgt für eine Steigerung des Antriebs und für eine gesteigerte Motivation – einen kleinen Höhenflug bewirkt es. Morphium und Endorphine dagegen wirken stark schmerzlindernd. Morphium gehört, chemisch hergestellt, zu den Opiaten, die Aufgrund ihrer hohen Wirkung schnell zu Abhängigkeiten führen und daher streng verschreibungspflichtig sind.

Macht Zufriedenheit nun also süchtig?

In gewisser Weise JA. Und das Beste daran: ich kann lernen, wie ich zufriedener werde. Ich kann hingegen nicht lernen, wie ich glücklicher werde.

Ist Glück was Unwichtiges?

Keinesfalls, es tut sehr gut Glück zu Empfinden. Vor körperlichen oder seelischen Krankheiten schützt es jedoch nur wenig. Außerdem kann die mangelnde Beeinflussbarkeit schnell zu Frustrationen führen – was wiederum zum Gegenteil führt.

Zufriedenheit hält gesund und trägt in hohem Maße zu einem ausgeglichenen Körper bei. Ich kann selbst dafür sorgen, zufriedener zu sein und dadurch selbst für meine Gesundheit sorgen. Das funktioniert sogar, wenn meine Summe von Glücksmomenten nicht riesig ist – ich kann meine Einstellung dazu beeinflussen und mich mit den Dingen, die ich habe, gut fühlen.

Toll, oder?

Und warum machen wir das kaum? Warum gibt es so viele Menschen, die ihr Leben nicht so führen, wie sie es möchten? Warum gibt es psychische Krankheiten, Burnout, Stressleiden, Krebs, Migräne, Schlafstörungen?

Weil wir uns viel zu wenig darum kümmern, was wir brauchen, damit es uns gut geht und wir zufrieden sind. Wir haben verlernt, worum es wirklich geht im Leben. Wir kümmern uns lieber darum, wie wir viel Geld verdienen können. Damit wir uns Dinge kaufen können, die wir glauben zu brauchen. Die uns kurzzeitig glücklich machen, aber leider nicht zufrieden.

Willst du das für dich ändern?

Dann melde dich bei mir.

anja bewegt.

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