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Was ist eigentlich Coaching?

Coaching ist überall!

Coaching ist ein heutzutage häufig verwendeter Begriff, der verschiedene Bedeutungen in sich trägt. Darüber hinaus ist die Bezeichnung des Coaches nicht geschützt, weshalb sich jeder so nennen darf – auch ohne einschlägige Ausbildung oder Erfahrung. Was also bedeutet Coaching genau und was tut ein Coach?

Befrage ich den allseits beliebten Internet-Joker Dr. Google spuckt dieser eine Definition aus:

„Coaching ist die professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung von Personen mit Führungs- / Steuerungsfunktionen und von Experten in Unternehmen / Organisationen. Zielsetzung von Coaching ist die Weiterentwicklung von individuellen oder kollektiven Lern- und Leistungsprozessen bzgl. primär beruflicher Anliegen.“

Quelle: dbvc.de

Laut dieser Definition ist Coaching also in erster Linie etwas für die Experten im Unternehmen, deren Leistungsprozesse dadurch weiterentwickelt werden.

Das sehe ich völlig anders!

Hier meine persönliche Definition vom Coaching:

Coaching ist die professionelle Unterstützung bei Problemstellungen eines Menschen, der diese alleine nicht bewältigen kann. Dabei werden im Prozess individuell zugeschnittene Interventionen und Methoden genutzt, um den/die Coachingnehmer/in zur persönlichen Lösung zu bringen. Dabei entscheidet der/die Coachingnehmer/in selbst, welche Lösung stimmig ist.

Es geht also für mich, abweichend von der Google-Definition um jeden Menschen, unabhängig vom beruflichen Tätigkeitsfeld. Darüber hinaus geht es nicht primär um eine Weiterentwicklung des Leistungsprozesses – sondern um ein kritisches Hinterfragen der aktuellen Lebenssituation – in allen Bereichen – um die Problemstellung schnellstmöglich zu durchdringen und dadurch für den/die Coachingnehmer/in lösbar zu machen. Das Ziel dahinter ist immer eine Verbesserung der aktuellen Lebenssituation, was vom/von der Coachingnehmer/in selbst definiert wird.

Und was macht ein Coach?

Wie bereits erwähnt ist der Begriff nicht geschützt. Es gibt also jede Menge Coaches – mal fürs Kochen, fürs Yoga, fürs Fußballfeld oder die Gewichtsreduktion. Diese Coaches sind eher als Trainer oder Lehrer zu verstehen: Sie geben Anweisungen, die Interessierten folgen, lernen etwas dazu und erreichen ihr Ziel – sofern es eines gibt. Meist tun sie das, weil sie auf ihrem Gebiet schon lange Erfahrungen gesammelt haben – ohne eine spezielle Ausbildung oder ähnliches dafür gemacht zu haben.

Ein Coach, so wie ich einer bin, handhabt es anders: Ich bringe den/die Coachingnehmerin zur eigenen Lösung, bin wertfrei und steuere den Prozess nicht – ich bin lediglich eine professionelle Begleitung durch den „Probem- und Lösungsdschungel“. Das bin ich nicht nur, weil ich das sehr gut kann und leidenschaftlich gerntue: Ich habe dafür auch eine intensive Ausbildung hinter mir, in der ich unzählige Methoden und Interventionen kennen und durchführen lernen konnte.

Coaching: Was ist da für mich drin?

Jeder von uns kennt die Situation: Du willst dich zwischen verschiedenen Dingen entscheiden und kommst einfach allein nicht voran. Also schnappst du dir Freunde oder Familienmitglieder und besprichst das Thema mit ihnen. Und *schwupps* kommen viele neue Meinungen dazu. Wenn du Glück hast, entsprechen einige deiner eigenen und es hilft dir bei deiner Entscheidung.

Wenn es eine große Entscheidung ist, die sich durch viele neue Meinungen eher noch schwieriger gestaltet, stehst du nach der Beratschlagung mit Freunden und Familie noch verwirrter da. Jetzt weißt du nämlich, was andere Menschen tun würden – aber immer noch nicht, was du tun wirst.

Wenn es ganz fies kommt, geschieht nun irgendwas in deinem Umfeld, was die Entscheidung nun schnell einfordert. Ein Beispiel: Du bist unsicher, ob du deinen aktuellen Job weitermachen möchtest. Die Inhalte entsprechen nicht ganz dir, die Kollegen sind irgendwie von einem anderen Stern und der Chef aus einer anderen Galaxie. Die letzten Jahre war alles irgendwie ok –  jetzt nervt es.

Nachdem du dich schon einige Zeit mit diesem Thema beschäftigst und nach Alternativen geschaut hast, von Freunden und Familien beraten wurdest und immer noch nicht weißt, was du tun sollst, geschieht Folgendes: Dein Chef kündigt schwere Zeiten an – die Überstunden werden gestrichen, das Weihnachts- und Urlaubsgeld ebenfalls, alle müssen 5 Stunden pro Woche mehr arbeiten – natürlich unentgeltlich.

Übertrieben? Vielleicht – vielleicht aber auch nicht.

Und jetzt?

Die Entscheidung, den Job zu verlassen, trifft sich jetzt schon von allein. Natürlich möchtest du da raus. Aber was dann?

Und was sagen Freunde und Familie? „Ach, bleib doch da. Es kommen sicher wieder besser Zeiten.“ Oder: „Du wolltest doch schon immer da weg – dann bewirb dich jetzt eben woanders!“ Oder: „Du kannst froh sein, so einen guten Job zu haben. Beklag dich nicht.“

Eine solche Entscheidung, die Druck aufgebaut hat, will einfach getroffen werden. Obwohl sie weitreichend und riesig ist – du willst es anpacken – schaffst es aber irgendwie nicht.

Warum? Ein Mensch, der sich allein mit einem Thema befasst, schweift automatisch immer wieder ab. Es ist fast unmöglich, sich allein so intensiv auf ein Thema zu konzentrieren, was einen selbst so stark berührt, dass allein eine fundierte Entscheidung getroffen werden kann.

 Entscheidung Warum ist ein Coaching sinnvoll?Hier ist ein Coaching eine sinnvolle Lösung: Der Coach sorgt dafür, dass du dich für die Zeit des Coachings nur mit deinem Thema befasst. Er stoppt dich, wenn du abschweifst, lässt dich die Situation von allen Seiten beleuchten und dich mit Abstand auf das Thema schauen, spielt mit dir gemeinsam alle Alternativen durch. Auch dein Bauchgefühl wird durch ihn spürbar gemacht. Durch verschiedene Methoden und Interventionen kommst deiner Lösung immer näher und bist bald fähig, eine Entscheidung zu treffen. Möglicherweise nicht während des Coachings, aber in den Tagen danach.

Du hast eine Entscheidung, die getroffen werden will, kommst aber allein nicht weiter? Du hast ein Thema, was du gern lösen möchtest, aber allein nicht schaffst?

Dann nimm Platz im Mustang und melde dich bei mir.

anja bewegt.

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